Müller und Bossart drehen das Spiel

Das Spiel der Gäste aus Rotenburg war ein bisschen wie das Wetter an diesem Samstag im März. Wechselhaft. Bei lockerer Bewölkung, etwas Sonne und kräftigem Wind wurde das Spiel in Emmendorf angepfiffen, das Spiel der Mannschaft von Trainer Tim Ebersbach ließ sich in der ersten Halbzeit jedoch wie zehn Tage Dauerregen ansehen. Wenig Tempo, noch weniger Ideen und ein defensiv gut stehender Gegner ließen die Rotenburger, trotz mehr Ballbesitz, schlecht aussehen. Die erhoffte Durchschlagskraft auf den offensiven Außenpositionen mit dem Routiner Björn Mickelt und dem 800-Meter-Sprinter Arthur Bossart blieb aus und so fing man sich nach 18 gespielten Minuten einen äußerst sehenswerten Gegentreffer. Der RSV hatte weiter mehr den Ball, blieb aber bis auf eine Halbchance per Kopf durch Michel Müller und Fernschuss von Bossart eher ungefährlich. Nach dem Seitenwechsel gab es dann neues Personal am Himmel und auf dem Rasen. Dauerregen, kräftige Böen und Marcello Muniz. Mit dem Wechsel stellte Ebersbach auch das Symstem um und stellte auf Dreierkette. Muniz ging auf den linken Flügel in der Mittelfeldreihe und sorgte für frischen Wind im rotenburger Spiel. Bei zunehmend schlechter werdendem Wetter wurden die Rotenburger besser und spielten fortan deutlich schneller mit zwei Kontakten durch die eigenen Reihen, gewannen deutlich mehr Zweikämpfe und kamen immer wieder durch geschaffene Überzahlsituationen auf den Flügeln zu guten Chancen. Folgerichtig drehten die Gäste innerhlab von sechs Minuten die Partie durch Tore von Müller und Bossart. Müller, der fast ausschließlich gegen Emmendorf trifft, schlenzte den Ball nach einem langen Schlag sehenswert ins lange Eck und Bossart traf nach Energieleistung mit 40 Meter Sprint und 5 stehengelassenen Gegenspielern mit Hilfe des Torwarts ins kurze Eck. Im Folgenden behielt der RSV die Kontrolle und spielte das Spiel druckvoll zu Ende, blieb jedoch ohne weiteren Treffer. Am Ende steht ein verdienter Sieg und die Erkenntnis, dass je schlechter das Wetter, desto besser das Spiel der Rotenburger. Hoffen wir also für das Heimspiel gegen Ritterhude, kommenden Samstag, 15 Uhr, dass dieses Wetterphänomen eine Eintagsfliege bleibt.